Entwicklung der Ingenieurnachfrage
Studie aus dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln:
Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ingenieure bundesweit lag im 01/2005 bei 63901. Im 01/2012 waren nur noch 19.188 Ingenieure arbeitslos gemeldet. Das bedeutet einen Rückgang um fast 70%. Die offenen Stellen sind im gleichen Zeitraum um über 100% angestiegen. Trotz wirtschaftlicher Krise war die Nachfrage nach Ingenieuren sehr groß. Von 01/2010 bis 12/2011 steigt die Ingenieurlücke bundesweit kontinuierlich an und erreicht im Dezember 2011 einen absoluten Spitzenwert von über 80.000.
Die nachfolgende Grafik verdeutlicht diesen Sachverhalt. Beachten Sie bitte, dass der Ingenieurbedarf größer ist als die Differenz aus offenen Stellen und Arbeitslosigkeit, weil nur eine begrenzte regionale Mobilität besteht. Außerdem besteht keine Mobilität zwischen einzelnen Ingenieurberufsordnungen (ein Architekt wird keine Stelle für einen Elektroingenieur besetzen können).
Beispiel: Es gibt 10 Stellen für Elektroingenieure und es sind aber 10 Bauingenieure arbeitslos gemeldet. Dann ist die Ingenieurlücke nicht gleich null, sondern es gibt eben nach wie vor einen Elektroingenieurbedarf von 10 Stellen.

Interessant ist auch die Entwicklung des Ingenieurbedarfs speziell für Elektroingenieure. Die Arbeitslosigkeit ist im Zeitraum von 01/2005 bis 01/2012 stärker als bei den Ingenieuren insgesamt zurück gegangen, nämlich um ca. 77%. Die Elektroingenieurlücke stieg im gleichen Zeitraum um über 317% an. Die Ingenieurlücke erreichte im Januar 2012 einen absoluten Spitzenwert von 20.062. Die nachfolgende Grafik zeigt den immensen Bedarf an Elektroingenieuren:

Zu erklären ist diese generelle Ingenieurlücke zum einen durch eine strukturwandelbedingte Zusatznachfrage nach Ingenieuren bzw. technisch hochqualifizierten Mitarbeitern. Zum anderen kann auch als Ursache der demografische Wandel der deutschen Bevölkerung in Betracht gezogen werden.
Die Elektro- und Informationstechnik eröffnet also exzellente Perspektiven und attraktive Tätigkeitsfelder für Studierende und Berufsstarter.
Weitere Hintergrundinformationen von Prof. Brand zum Ingenieurmangel finden Sie hier.
Zukünftiger Ingenieurbedarf

Für die nächsten fünf Jahre geht die Mehrzahl der Unternehmen quer durch die Branchen von einem steigenden Bedarf an Ingenieuren aus. Ingenieure gehören somit zu den begehrtesten Absolventen.
Nachfrage nach Akademikern in Deutschland

Nahezu die Hälfte aller freien Stellen fielen auf die Berufsgruppe der Ingenieure.Besonders in den nachfolgend aufgeführten Branchen erkennt man den hohen Absolventenbedarf von Ingenieuren:


Zahlen und Fakten zum Bedarf an Ingenieuren
36.000 Ingenieursstellen konnten die Unternehmen in Deutschland im Jahr 2006 nach Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) nicht besetzen.
3,3 Milliarden Euro Wertschöpfungsverlust erleidet die deutsche Volkswirtschaft wegen des aktuellen Ingenieurmangels, hat dar VDI auf der Hannover Messe beziffert.
Quelle: http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/fachkraefte-zehntausende-ingenieursstellen-unbesetzt_aid_615140.html vom 04.04.2011
Laut VDE-Ingenieurstudie 2010 herrscht auf dem Arbeitsmarkt für Elektroingenieure mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent praktisch Vollbeschäftigung. Die Bundesländer Baden Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern haben die meisten offenen Stellen. Daneben locken auch vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in den Ingenieurberuf. Elektromobilität, Vernetztes Wohnen oder Telemedizin bieten exzellente Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten.
Quelle: http://www.vde.com/de/Karriere/Beruf-und-Arbeitsmarkt/Seiten/Ingenieurstudie2010.aspx vom 15.09.2010
95.000 Ingenieure werden im Jahr 2014 nach einer Hochrechnung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im schlimmsten Fall fehlen, im besten Fall 23.000.
12.270 offene Stellen für Ingenieure meldeten die Unternehmen im Jahr 2007 durchschnittlich je Monat der Bundesagentur für Arbeit.
Quelle: http://berufundchance.fazjob.net/ vom 21.04.2008
